Hans Peter Haselsteiner Familie

Hans Peter Haselsteiner Familie: Der am 1. Februar 1944 in Wörgl/Tirol geborene Mitinhaber und langjährige Geschäftsführer der Strabag ist in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur so aktiv wie kaum ein anderer.

Hans Peter Haselsteiner Familie
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Für den Tiroler, der privat an den Millstätter See gebracht wurde, stellt sich die Frage der Beruhigung nicht. Der Strabag-Miteigentümer und ehemalige Vorstandsvorsitzende (1998-2013) engagiert sich nach wie vor stark in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur – vor allem finanziell.

Besonders wichtig ist sein Engagement in der von Jesuitenpater Georg Sporschill gegründeten Hilfsorganisation Concordia, der er seit 2004 (zunächst als Beirat, später als Stiftungsvorsitzender) angehört. In Moldau, Rumänien und Bulgarien kümmert sich die Organisation um Tausende von Kindern und alten Menschen.

Nun gehört der Privatinvestor zu den vielen Unterstützern des Sozialprojekts Cape 10 in Wien-Favoriten. Dort entsteht bis 2021 am Hauptbahnhof auf 5.000 Quadratmetern ein Objekt mit gemischter Nutzung für Ärzte, Gastronomie, Kultureinrichtungen, Büros und hitzeunempfindliche Frauen. Es wird mit einer Gesamtinvestition von rund 13,5 Millionen US-Dollar gerechnet.

Hans Peter Haselsteiner Familie: Politische Investitionen

Neben NEOS und dem Liberalen Forum (LIF), die er mit Millionen von Dollar und persönlichem politischen Engagement unterstützt hat, fördert der liberale Unternehmer politische Bewegungen, die seine Werte widerspiegeln.

Allein Haselsteiner zuliebe haben die NEOS, die im ORF-Stiftungsrat sitzen, bisher 1,7 Millionen Euro vom Bankkonto der Haselsteiner abgehoben. Von 1994 bis 1998 war er Mitglied im LIF-Nationalrat. 2008 startete er einen zweiten Ausflug in die Politik als Referent der SP Kärnten in den Bereichen „Arbeit, Einkommen, Wirtschaft und Tourismus“.

Hans Peter Haselsteiner Familie
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Hans Peter Haselsteiner Familie: Ein Verbündeter in der Kunst

Kulturell wurde der Bau-Tycoon 2014 als Erbe der privaten Klosterneuburger Kunstsammlung der Familie Essl gebrandmarkt, die nach dem Zusammenbruch des finanziell angeschlagenen Dienstleistungsunternehmens bauMax (im Besitz der Familie Essl) zum Verkauf angeboten wurde.

Er beteiligte sich mit 60 % an der Sammlung mit über 4.600 Werken, die ihm mehr als 100 Millionen Dollar wert war. Seit 27 Jahren macht er die Werke der zeitgenössischen Kunst und des Grafikdesigns der Albertina der Öffentlichkeit zugänglich. Die Sammlung wird im Wiener Künstlerhaus gezeigt, das derzeit für 40 Millionen Euro renoviert wird.

Haselsteiner unterstützte das firmeneigene Kunstforum, das eine Sammlung und einen Kunstpreis umfasste, in der Strabag. Über 2.500 Werke zeitgenössischer Malerei und Grafik beherbergt das von ihm Anfang der 1990er Jahre gegründete Artforum. Als Dauerausstellung wurde 2004 die Gironcoli-Kristall Public Access Collection im Strabag-Haus in Wien eröffnet.

Haselsteiner kündigte seine Verträge mit der russischen Rasperia Trading, die mit dem Ölbaron Oleg Deripaska verbunden ist, sowie mit UNIQA und der Raiffeisen-Gruppe, nachdem alle Versuche, russisches Eigentum an dem Unternehmen zu erwerben, gescheitert waren, so die Strabag.

Hans Peter Haselsteiner Familie

Als Hintergrund dienen der Konflikt in der Ukraine und die Sanktionen des Westens gegen Russland. Die Strabag, die in der Region nicht mehr tätig ist, hat beschlossen, das Land zu verlassen und sich zu weigern, Deripaska irgendwelche Dividenden zu zahlen.

Der neu angekündigte Syndikatsvertrag war seit 2007 in Kraft und beinhaltete Berichten zufolge nicht nur die Nominierung der Mitglieder des Aufsichtsrats, sondern auch die Koordinierung der Abstimmungen in der Mitgliederversammlung. Strabag hatte vor der Ankündigung drei Hauptakteure: Haselsteiners Privatstiftung, die russische MKAO „Rasperia Trading Limited“ von Deripaska sowie UNIQA und Raiffeisen.

Streubesitz ist nur in den Händen von 14,4 % der Bevölkerung. „Die Entscheidung der Haselsteiner Familien-Privatstiftung, den Syndikatsvertrag zu kündigen, wird vom Vorstand begrüßt. Wir, die Führungskräfte des Unternehmens, sind bereit, alle gesetzlich zulässigen Maßnahmen zu ergreifen, um weiteren Schaden vom Unternehmen abzuwenden“, sagte Strabag-Vorstandsleiter Thomas Birtel in ein Interview.

Hans Peter Haselsteiner Familie
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Angesichts der von Großbritannien und Kanada verhängten Sanktionen, insbesondere bei Dividendenzahlungen, ist dies ein relevanter Punkt. Das Russland-Geschäft von Strabag, das nur noch 0,3 Prozent der Gesamtleistung des Unternehmens ausmacht, wurde vom Vorstand beschlossen, einzustellen.

Um des “unendlichen Nichts” der kriegsgeschädigten Bevölkerung der Ukraine willen habe die Strabag “umfassende Hilfsmaßnahmen” in Polen, Tschechien, der Slowakei und der Republik Moldau “initiiert bzw. finanziert”. Künftig würden diese Initiativen auch von Aktionären, Vorstand und Mitarbeitern „entsprechend der Unternehmenswertkennzahl“ getragen.

Nach dem Gerücht, dass sich das Syndikat der Core Traders seinem Ende nähert und durch den Sommer abgelöst wird, wie „Börsianer“ unter dem Namen eines Fondsmanagers kürzlich berichteten, hatte die Strabag im März auf eine APA-Antwort kein Ansehen.

Bezüglich unserer Aktionärsstruktur bitten wir um Verständnis, dass der Vorstand dies nicht kannkeine Aussagen über die Privatsphäre der Eigentümer oder den damit verbundenen Syndikatsvertrag machen“, hieß es in der Erklärung vor knapp zwei Wochen.

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