Stefan Bellof Todesursache

Stefan Bellof Todesursache
Stefan Bellof Todesursache

Stefan Bellof Todesursache: Am 1. September forderte ein Unfall in Spa Francorchamps das Leben von Stefan Bellof. Dem Gießener wurde vorhergesagt, eine große Größe in der Welt des Autorennsports zu werden. Ein Überholmanöver in der legendären Eau Rouge wurde ihm zum Verhängnis.

Es ist schrecklich, dass viele große Rennfahrer früherer Generationen an ihrem Todestag geehrt werden. Viel zu viele werden nicht nur für ihre enormen Leistungen gelobt, sondern auch für ihren frühen Tod in Erinnerung gerufen.

Die Rennsportwelt der 1980er war schon um einiges sicherer als die der wilden 60er und 70er Jahre, als PS-starke Fahrzeuge mit minimaler Traktion über die Rennstrecken gefahren werden mussten. Zwischen einem neuen Rundenrekord und einem katastrophalen Crash blieb wenig Spielraum für Fehler, und das blieb auch in den folgenden Jahrzehnten so.

Diese Fahrzeuge waren für sich genommen hervorragend, aber sie stellten eine erhebliche Bedrohung dar, wenn sie miteinander kollidierten. „Du bist zu 90 % gefahren, hast du dir gesagt“, verrät Jochen Mass unserer Redaktion. Er verbrachte viel Zeit in der Formel-1-Spitze und trat anschließend als Prototypenfahrer an.

Einer seiner Kumpel in den 80er Jahren war Stefan Bellof, eines der großen deutschen Rennsporttalente dieser Zeit. Bellof wurde uns, wie so viele andere, viel zu früh bei einem katastrophalen Autounfall genommen. Überholen Sie die Geschwindigkeit der erfahrenen Profis

Bellof startete in den unteren Rängen, wo die späteren Formel-1-Konkurrenten an den Start gingen, in Divisionen wie der Formel Ford und der Formel 2. Der gebürtige Gießener hatte Erfolge im Formelsport, bevor er zu Sportwagen wechselte. Er fuhr für das Privatteam Kremer Racing und wurde dann Werksfahrer für Porsche in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Obwohl Bellof zu Beginn der Weltmeisterschaft bereits Mitte zwanzig war, schlug er manchmal die zahlreichen erfahrenen Veteranen des Fußballs, die zu dieser Zeit daran teilnahmen.

Einer dieser Veteranen war Mass, der manchmal mit Bellof spielte, aber vor allem als erbitterter Gegner von Hesse bekannt war. Viele Rennen wurden in einer einzigen Runde entschieden, oft lieferten sich die beiden in ihren aerodynamisch fortschrittlichen Porsches lange Distanzen. Noch heute wird über die schrecklichen Umstände von Bellofs Tod am 1. September 1985 gesprochen.

Stefan Bellof Todesursache

Beim historischen 1000-Kilometer-Rennen auf der belgischen Rennstrecke Spa-Francorchamps kämpften beide Fahrer um den Gesamtsieg. Mass hatte gerade kurz vor dem Crash den Fahrer mit seinem Teamkollegen Jacky Ickx im Werks-Porsche 962C gewechselt, während Thierry Boutsen gerade mit seinem eigenen Auto, dem Brun-Porsche 956B, den Fahrer gewechselt hatte, der dicht dahinter lag. Es wurde dann zu einem bösartigen Kampf zwischen dem erfahrenen Ickx und dem aufstrebenden Wilden Bellof.

Diese Leistung in Monaco war legendär

Es ist möglich, dass Bellofs Hartnäckigkeit gegen Ickx seinem Wunsch entsprang, einen souveränen Vorsprung aufzubauen und schließlich das Rennen zu gewinnen. Bellofs außergewöhnliche Fähigkeiten wurden in der Formel 1, der höchsten Stufe des Motorsports, noch nicht mit großen Erfolgen belohnt.

Obwohl er alle Tests mit dem talentierteren McLaren-Team bestanden hatte, wurde er letztendlich nicht eingeladen, dem Team beizutreten. Bellof war über seine Tätigkeit in der Sportwagenindustrie rechtlich mit Porsche verbunden, andere Rennteams, etwa solche, die BMW-Motoren einsetzten, konnten ihn daher nicht verpflichten.

So begann er 1984 seine Karriere in der Formel 1 bei der Tyrrell-Mannschaft, obwohl deren Saugmotoren so viel schwächer waren als die der Turboversionen der Konkurrenz. Trotzdem sorgte Bellof beim Großen Preis von Monaco für Aufsehen, als er vom letzten Platz aus bei schlechtem Wetter mehr als die Hälfte des Feldes überholte und schneller war als die Führenden Alain Prost und Ayrton Senna. Allerdings führte das Wetter dazu, dass das Rennen in Runde 31 abgebrochen wurde. Jacky Ickx selbst leitete das Rennen damals.

„Er war total aufgeregt, vielleicht sogar zu sehr. Laut Mass erinnerte er sich: „Fans behaupteten, sie hätten ihm den Sieg entrissen.“ Er mochte Bellof, machte sich aber Sorgen um sein rücksichtsloses Verhalten. Und das lag an seinen eigenen Taten , nicht die der anderen Fahrer, dass Stefan jeglichen Respekt vor sich selbst verlor, er war getrieben von dem Bedürfnis, sich anderen gegenüber als überlegen zu beweisen.

Der Versuch, an Eau Rouge vorbeizukommen, ist so gut wie unmöglich.

Motorsportfans diskutieren immer noch über die Ursache des Unfalls, der Bellofs Leben forderte. Nachdem er den Belgier ein paar Runden lang verfolgt und festgestellt hatte, dass er schneller als Ickx war, begann der 27-Jährige kurz vor der sehr herausfordernden Kurve von Eau Rouge, den erfahrenen Fahrer auf der Innenseite zu überholen. Um den bevorstehenden Links-Rechts-Kurs auszugleichen, wurde Ickx weit rechts von der Fahrbahn positioniert. Bellof fuhr auf der Geraden und Enge nach links und war schon da.

Als sie zusammenstießen, rasten beide durch die Barrikaden. Ickx traf die Seite und blieb relativ unverletzt, während Bellof frontal gegen einen Betonpfeiler außerhalb der Sicherheitsbarrikaden prallte.

Stuck: “Die Ruine war wirklich beeindruckend.”

Dieser Vorfall in Eau Rouge, an dem Ickx beteiligt war, war ein völliges Nicht-Ereignis. Außerdem hatte der Porsche 962 damals noch kein Karbon-Chassis. Das Bild von Stefans Automobil ist mir noch frisch in Erinnerung. In einem Interview mit unserer Redaktion erinnerte sich Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck an die Tragödie und sagte: „Diese Überreste waren dramatisch.“

Es ist wahrscheinlich, dass Bellof sofort nach der Kollision starb. Der Herzstillstand wurde offiziell als eingetreten angesehen, während der Patient im Krankenhaus war. Wenn ich an seinen Unfall in Spa denke, bekomme ich Gänsehaut. Stuck, der beim 1000-Kilometer-Lauf Zweiter wurde, begründet seine Wahl so: „Ich habe beobachtet, wie Angelika (Bellofs Ehefrau Angelika Langner, Anm. d. Red.) die Entscheidung getroffen hat, die Geräte im Krankenhaus momentan abzuschalten.“ Ickx sieht sich schweren Vorwürfen gegenüber.

Stefan Bellof Todesursache

Bellofs Familie und Unterstützer erhoben nach dem Vorfall erhebliche Anschuldigungen gegen Ickx, wobei Ickx ‘andere Rennfahrer mit dem Finger auf Bellofs Überschwänglichkeit zeigten. Andere haben es auch nicht verstanden, da er hätte beginnen können, die lange Kemmel-Gerade zu passieren, die nach der Eau Rouge kommt, wenn er nur ein bisschen länger gewartet hätte. Vielleicht wäre es Jacky Ickx genauso ergangen, wenn er weniger Glück gehabt hätte. „Man merkt, dass in den Rennen gekämpft wird, und das macht Rennen riskant“, ergänzt Stuck.

Mass erinnert sich, dass er Ickx’ Unschuld bei Versammlungen des Bellof-Fanclubs verteidigen musste. Außerdem kann er nicht anders, als darüber nachzudenken, wie es Bellof gefallen hat, trotz des hohen Preises, den er letztendlich bezahlt hat, Grenzen zu überschreiten.

Meine Erinnerung an das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring ist durch ein besonderes Ereignis verankert. Bellofs Qualifying-Rundenrekord von fast 200 km/h auf der Nordschleife aus dem Jahr 1983 wurde bis 2018 nicht unterboten. Stefan war der schnellste Fahrer im Rennen und verwies sowohl Jacky als auch mich nach vorne. Mass erklärt: „Mein Fahrzeug fuhr am Ende des ersten Stints im Punch Garden weiter. Seien Sie vorsichtig, wenn der Abtrieb aufgrund eines Unterbodenschadens nachlässt.

Nachdem Mass und Bellof bei der nächsten Boxenpause an ihre Kollegen übergeben hatten, war Mass auf seinen jüngeren Rivalen zugegangen und hatte ihn vor dem Punschgarten gewarnt. Er sah mich nur von der Seite an. In der ersten Runde wurde er komplett ausgeknockt. Laut Mass. “hob er plötzlich ab.”

Von Stefan Bellof fehlt jede Spur.

Bellof war nach Meinung vieler seiner ehemaligen Kollegen ein enormes Talent, das in den 1980er Jahren in der Formel 1 enorme Erfolge hätte erzielen können. Wie Mass es ausdrückt, hielten ihn viele seiner Freunde und Kollegen für einen „sehr netten Menschen“, der immer bereit war, seinen Fahrerkollegen zu helfen und sie anzufeuern.

„Er hat mir im Grunde das Fahren eines Porsche 967, eines Bodeneffektfahrzeugs, beigebracht“, sagt Stuck über den Ausbilder. Ich habe geglaubt, anhalten zu müssen, als meine ersten Rundenzeiten sechs oder sieben Sekunden langsamer waren als die Bestzeiten. Stefan nahm sich dann die Zeit, mir zu zeigen, wie man mit einem Bodeneffektfahrzeug richtig in Kurven navigiert.

Die Tatsache, dass selbst ein erfahrener Fahrer wie er Mühe hatte, die Kontrolle über die leistungsstarken Autos zu behalten, zeigt einmal mehr, wie riskant Rennen wirklich sind. Manfred Winkelhock war wenige Wochen vor Bellofs Unfall bei einem Unfall mit einem Kremer-Porsche 962 im kanadischen Mosport Park ums Leben gekommen.

Davon waren die ohnehin schon harten Fahrer betroffen. Wie Mass es ausdrückt: “Ich konnte nicht glauben, dass es noch einmal passiert war.” Obwohl er behauptet, dass Bellof und alle anderen wussten, dass das Risiko bestand, ist er immer noch unglücklich über das, was passiert ist. Wie wunderbar wäre es, wenn Stefan hier wäre, um uns mit Geschichten zu erfreuen.

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